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Das IfSS war bei der Weltgymnaestrada vertreten

Auf der Weltgymnaestrada 2019 in Dornbirn kamen Teilnehmer aus aller Welt zusammen um die kulturelle Vielfalt von Tanz zu feiern und Performances unterschiedlichster Nationen zu bestaunen. Auch der VK Tanz der Universität Freiburg begeisterte gemeinsam mit dem Showteam Matrix die Zuschauer mit dem Stück „The Circle/ Die Unendlichkeit“ und mehreren City-Performances. Es war ein unvergessliches Erlebnis welches die Erwartungen der Studierenden bei Weitem übertraf.

Ein Teil der IfSS-Gruppe für die Weltgymnaestrada

Am 06.07.2019 haben wir uns mit einer Mischung aus Anspannung und Vorfreude auf die Reise zur Weltgymnaestrada nach Dornbirn begeben. Als wir am 14.07.2019 wieder in Freiburg ankamen, war uns durchaus die Anstrengung der vergangenen 8 Tage anzusehen. Doch wir waren alle angefüllt mit so vielen schönen und lehrreichen Momenten und Erlebnissen und vor allem mit dem Wissen, eine einzigartige Erfahrung gemacht zu haben.

Dies begann bereits mit der Unterbringung in Bregenz. Erfährt man davon, eine Woche lang in Schulklassenzimmern zu schlafen, so ist die Reaktion zunächst sehr verhalten. Rückblickend kann man sich jedoch keine schönere Unterkunft vorstellen. Ein fantastisches Team von Freiwilligen erfüllte uns nahezu jeden Wunsch: Von idealen Trainingsmöglichkeiten, über eingedeckte Frühstückstische mit persönlichem Kaffeeservice, bis hin zu einem spontan organisierten Grillfest. Um uns angemessen zu bedanken, schenkten wir ihnen, gemeinsam mit anderen Tanzgruppen unseres Hauses, eine ganz persönliche Tanzvorführung. Der Dank und die Freude in den Augen dieser fürsorglichen Helfer war eine kaum in Worte zu fassende Entlohnung und zeigt wie wichtig Tanz im Leben von Menschen sein kann.

Die Gymnaestrada selbst ist ein beeindruckendes Spektakel und wurde ihrem eigenen Motto „Come together – Show your colours!“ zu jeder Zeit gerecht. Auf dem riesigen Messegelände Dornbirns gab es auf unzähligen Bühnen die vielfältigsten Performances von Tanzgruppen aus über 50 Ländern zu erleben. Es ist beeindruckend, wie vielfältig die Tänzer verschiedenster Nationen Tanz interpretieren, ihre Choreografien gestalten und ihre Kulturen präsentieren: Das angeborene Rhythmusgefühl der Afrikaner, die lächelnde Präzision der Japaner, die kreative Akrobatik der Deutschen und Schweizer u.v.m. Als Abendprogramm gab es die international-nationalen Abende zu bestaunen, ein tänzerisch-gestalterisches Abbild einer Nation, ein abgestimmter Mix aus Tradition und Innovation. Den krönenden Abschluss bildete die FIG-Gala, auf der die besten Tanzgruppen der Welt ihre Werke präsentierten und ein wahres tänzerisches Feuerwerk abbrannten.

Das Besondere der Weltgymnaestrada liegt allerdings nicht nur in den großen Shows, sondern besonders in den vielen kleinen Momenten der interkulturellen Begegnung. Gemeinsames Essen, interessante Unterhaltungen und natürlich der symbolische Tausch der Nationenbekleidungen. Respekt, Austausch und Begeisterung – das „Miteinander“ stand im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Unsere eigenen Performances lassen sich als Spiegel des Zusammenwachsens der zwei Gruppen VK und Matrix sehen. Die Präsenz und die Erfahrung der Matrixmitglieder auf der Bühne vermittelte uns ein neues Tanzverständnis. Ihr selbstverständlicher Teamgeist und routinierte Umgang vor den Auftritten baute uns auf und nahm uns auch einen Teil unserer Aufregung. Nicht zuletzt wuchsen wir durch das Teilen kleinerer Fehlschläge, Erfolgen und Euphorie zu einer großen Einheit zusammen. Um es mit den Worten des britischen Choreografen Royston Maldoom auszudrücken: Tanz war gemeinsames Wachstum. Von Auftritt zu Auftritt wuchs der Zusammenhalt und mit jeder Performance steigerte sich die Qualität und mit ihr die Anzahl der Zuschauer, bis hin zum krönenden Finale des letzten Auftritts, der von einer randvollen Halle mit Standing Ovation gefeiert wurde. Auch dieses Erlebnis, wird mit Sicherheit unvergesslich bleiben. Die drei Kleingruppen des VK traten zusätzlich noch mit eigenen Choreografien auf verschieden City-Bühnen auf. Eine beeindruckende und horizonterweiternde Erfahrung, eine selbst-kreierte Performance vor einem internationalen Publikum aufführen zu können und viel Lob und positives Feedback zu erhalten. Besonders wenn man bedenkt, dass einige unserer Tänzer vor dem Kurs an der Uni kaum Zugang zum Tanzen hatten.

Mit den gesammelten Eindrücken und Erfahrungen ist sicherlich jedem von uns klargeworden: Maldooms Feststellung der Macht des Tanzes ist uns beispiellos vor Augen geführt worden. Tanz verbindet die Menschen auf der ganzen Welt, feiert Unterschiede ebenso wie Gemeinsamkeiten von und zwischen Kulturen und schließt niemanden aufgrund von Alter, Nationalität, Religion oder Versehrtheit aus. In diesem Sinne bleibt festzuhalten, dass die Weltgymnaestrada für uns ein überwältigend lehrreiches Ereignis war, das uns unvergessen bleibt.

 

Nicht vergessen: Jeder Mensch ist ein Tänzer

Der Vertiefungskurs Tanz der Universität Freiburg 2018/19

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IfSS-Matrix-Showgruppe

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