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NuTraLab

 

Der demographische Wandel in Deutschland, hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft, stellt uns vor große medizinische und soziale Herausforderungen. Im NuTraLab (Nutrition + Training Laboratory) wird daher der Einfluss der Ernährung bzw. definierter Nährstoffe in ihrer Kombination mit verschiedenen Trainingsformen (Kraft-, Ausdauer-, Vibrationstraining) untersucht. Im Fokus stehen dabei metabolische Risikofaktoren bzw. die Verbesserung von Muskelkraft und Muskelfunktion bei älteren Menschen. Wir wissen heute, dass der Verlauf vieler chronischer Erkrankungen durch eine Lebensstiländerung sowohl in präventiver als  auch in therapeutischer Hinsicht positiv beeinflusst werden kann. Gesunde Ernährung und Sport beeinflussen nicht nur das Risikoprofil für Erkrankungen wie Diabetes oder Arteriosklerose günstig, sondern können auch zu einem Erhalt der Muskelkraft und Muskelfunktion beitragen. Beides ist unverzichtbar, um möglichst lange in Selbständigkeit und Selbstverantwortung zu leben.

Ziel ist es einerseits zu untersuchen,  welche Ernährungsformen bzw. – komponenten in Kombination mit einem spezifischen Trainingsreiz zu einer optimalen Beeinflussung der individuellen Risikokonstellation wie z.B. erhöhter Blutzucker, erhöhter Cholesterinspiegel oder Bluthochdruck führen; zum anderen soll untersucht werden, wie wir die Muskelkraft und -funktion bei älteren Menschen so optimieren können, damit sie lange ihre Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit bewahren.

Schwerpunkte aktueller Studien sind z.B.  Untersuchungen zum Einfluss des glykämischen Index von Kohlenhydraten auf die  Stoffwechselregulation, zur Bedeutung  von Menge und Zusammensetzung verschiedener Proteine auf die Muskelmasse und Muskelfunktion sowie zum Einfluss sekundärer Pflanzenstoffe auf metabolische Risikofaktoren. Darüber hinaus wird im NuTraLab untersucht, wie man die Darmflora beeinflussen kann und wie sich dies auf die Stoffwechsel- und Gewichtsregulation auswirkt.

Bei den Trainingsinterventionen steht neben verschiedenen Kraft- und Ausdauertrainingsformen auch das sog. „Blood Flow Restriction Training„ im Fokus, da man mit dieser Methode auch bei niedriger Intensität einen hohen Anpassungs- und Trainingsreiz induziert.

 

Untersuchungsmethoden

  • Grundumsatzmessungen
  • Messung der Stoffwechselregulation und Makronährstoffverwertung (Fett- vs Kohlenhydratverstoffwechslung) in Ruhe wie auch unter Belastung
  • Bestimmung der Körperzusammensetzung (Fett vs. Muskelmasse)
  • Sonographisches Assessment von Struktur und Funktion der Achillessehne
  • Untersuchung der Belastbarkeit inkl. Laktat- und Atemgasdiagnostik auf dem Laufband sowie Fahrrad
  • Bestimmung sämtlicher akzeptierter Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen
  • Spezialdiagnostik für die Regulation von Bluthochdruck (Endothelfunktionsdiagnostik)
  • Messung der Konzentration freier Radikale im Blut und in verschiedenen Zellkompartimenten
  • Verschiedene Trainingsgeräte zum Krafttraining der großen Muskelgruppen sowie verschiedene Ausdauertrainingsgeräte

 

Trainingsmethoden

  • Hypertrophieorientiertes Krafttraining
  • Aerobes Ausdauertraining
  • Blood Flow Restriction Training