Menschen, die sich über einen längeren Zeitraum in der Schwerelosigkeit befinden, erfahren strukturelle und funktionellen Veränderungen: Die Beeinträchtigung der posturalen Kontrolle und der Bewegungskoordination ist neben dem Verlust von Muskulatur und Knochensubstanz eine der zentralen Herausforderungen der humanwissenschaftlichen Weltraumforschung.
Zum einen werden in einer Reihe von Studien die funktionellen und neurophysiologischen Anpassungen an Schwerelosigkeit untersucht. Zum anderen überprüfen wir Trainingsinterventionen im Hinblick auf ihre mögliche Wirksamkeit als Maßnahmen gegen degenerative Prozesse in Schwerelosigkeit. Neben dem Parabelflug, der dazu dient, kurzfristige Anpassungen des menschlichen Organismus zu erfassen, nutzen wir Bed-Rest-Studien, in denen freiwillige Versuchspersonen über Wochen bettlägrig sind, um langfristige Anpassungen zu untersuchen.